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Geographische Lage

Die Stadt liegt im Nordwesten des Landes am Mittelmeer, durchschnittlich 84 Meter über dem Meeresspiegel.

 

Klima

Tripolis befindet sich in der subtropischen Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 20,2 Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge 301 Millimeter im Mittel.

Der wärmste Monat ist der August mit durchschnittlich 28,1 Grad Celsius, der kälteste der Januar mit 12,1 Grad Celsius.

Der meiste Niederschlag fällt im Monat Januar mit 60 Millimeter im Mittel. Zwischen Juni und August fällt kein Niederschlag.

 

Geschichte

Die Stadt wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern unter dem Namen Oea gegründet. Unter den sizilischen Griechen wurde sie gemeinsam mit den benachbarten Städten Sabratha und Leptis Magna unter dem Namen Tripolis zusammengefasst. Tripolis bildete im Altertum ein mittelbares Gebiet Karthagos, die so genannte Regio Syrtica.

Nach dem zweiten Punischen Krieg wurde es von den Römern Numidien überlassen, nach deren Unterwerfung zu der römischen Provinz Africa geschlagen. Unter Septimius Severus wurde im 3. Jahrhundert n. Chr. die Provincia Tripolitana gebildet mit Oea als Hauptstadt, auf welche sodann der Name Tripolis überging. Die wirtschaftliche Blütezeit endete mit dem Niedergang des Römischen Reichs.

Durch die Einfälle der Nomaden und der Vandalen sank die Bevölkerung von 30.000 auf 7.000 Menschen. Nach der Invasion der Araber im 7. Jahrhundert teilte Tripolis die Geschicke der Berberei. Nachdem es längere Zeit zu Tunis gehört hatte, erlangte es zu Ende des 15. Jahrhundert seine Unabhängigkeit. 1509 wurde die Stadt Tripolis von den Spaniern unter Graf Pietro von Navarra erobert und ein spanischer Statthalter eingesetzt. Kaiser Karl V. überließ sie 1530 den Johannitern als Lehen, aber schon 1551 wurde sie von den Türken unter Turgut Reis (Dragut) wiedererobert, der daraufhin vom Sultan zum Bei von Tripolis ernannt wurde.

1711 machte sich der türkische Pascha Ahmad Qaramanli (der Große) fast unabhängig von der Pforte, indem er nur noch Tribut zahlte, und begründete die Dynastie der Qaramanli (1711-1835). Der 1728 unternommene Kriegszug der Franzosen gegen Tripolis endigte mit der fast gänzlichen Zerstörung der Stadt. Dessen ungeachtet machte erst die französische Eroberung Algiers (1830) der Seeräuberei auch in Tripolis ein Ende.

1835 fand sich die Pforte durch die in Tripolis herrschende innere Zerrüttung zum Einschreiten veranlasst und machte der Herrschaft der Familie Karamanli ein Ende, worauf Tripolis als Vilayet dem türkischen Reich einverleibt würde. Nach der Unabhängigkeit Libyens (1951) unter König Idris I. und der Bildung eines Einheitsstaates wurde Tripolis 1963 Hauptstadt des Landes.

 

Bevölkerungsentwicklung

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand.

        Jahr         Einwohner
1890 40.000
1905 30.000
1911 29.800
1915 50.000
1929 65.900
1931 74.700
1936 98.900
1938 108.200
        Jahr         Einwohner
1954 129.700
1960 183.500
1964 212.600
1970 264.000
1973 481.295
1978 550.400
1984 591.062
2005 1.150.990

 

Kultur und Sehenswürdigkeiten

 

Museen

Zu den zahlreichen Museen der Stadt gehören das Naturhistorische Museum, das Archäologische Museum, das Ethnographische Museum, das Epigraphische Museum mit seinen Schriften aus der phönizischen, römischen und byzantinischen Periode und das Islamische Museum.

 

Bauwerke

Die wichtigsten Bauwerke in Tripolis sind ein römischer Triumphbogen, der zu Ehren des Kaisers Mark Aurel im 2. Jahrhundert errichtet wurde, die Moscheen Karamanli und Gurgi sowie eine spanische Festung aus dem 16. Jahrhundert.

 

Wirtschaft und Infrastruktur

 

Wirtschaft

Die größte Stadt in Libyen verfügt gleichzeitig über dessen wichtigsten Hafen und ist Zentrum des Handels und der Produktion des Landes. Baumaterial, Nahrungsmittel, Textilien, Kleidung und Tabakprodukte werden in der Stadt hergestellt. Der internationale Flughafen liegt in der Nähe.

 

Bildung

In Tripolis befinden sich die Alfatah-Universität, Hochschulen für Kunst und Kunsthandwerk, Elektronik, Technologie und Telekommunikation.

In der Stadt sind auch die Nationalarchive mit einer großen Sammlung von Dokumenten zur Geschichte von Tripolitanien und die Regierungsbibliothek untergebracht.

 

Quelle wikipedia