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Banghazi

Banghazi (auch Bengasi; arab. بنغازي Banghāzī; türk. Bingazi) ist eine Hafenstadt im Nordosten von Libyen mit 650.629 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005)

 

Geschichte

Die Stadt wurde im 5. Jahrhundert v. Chr. von Griechen als Kolonie mit dem Namen Euhesperides gegründet. Dieser Name bezieht sich auf die Gärten der Hesperiden. Eine der Aufgaben des Herakles war es, aus diesen Gärten die goldenen Äpfel zu holen.

Im 3. Jahrhundert v. Chr. wurde die Stadt unter dem Namen Berenike erneut gegründet. Im 2. Jahrhundert n. Chr. kam es aufgrund sozialer Missstände zu Unruhen. Während der arabischen Herrschaft (im 7. Jahrhundert n. Chr.) versank sie in Bedeutungslosigkeit.

Die Türken besetzten Banghazi 1578. Von 1711 - 1835 wurde die Stadt von der Familie der Karamanlis von Tripoli aus regiert. Danach kam sie bis 1911 unter osmanische Herrschaft.

Während der italienischen Kolonialzeit war Banghazi Verwaltungszentrum der Kyrenaika. 1931 wurde der libysche Freiheitskämpfer Umar Mukhtar in Banghazi zum Tode verurteilt und in der Stadt Soluk öffentlich gehängt.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch Bombardierungen schwer beschädigt. In den 50er Jahren beherbergte sie eine Residenz des libyschen Königs.

Heute ist Banghazi die zweitgrößte Stadt Libyens und das politische und wirtschaftliche Zentrum der Kyrenaika.

1986 war die Stadt Ziel US-amerikanischer Luftangriffe, die von der US-Regierung als Vergeltung für die vermeintliche Unterstützung terroristischer Aktivitäten durch Libyen ausgelöst wurden.

Im Februar 2006 kam es im Rahmen der islamischen Proteste gegen die Mohammed-Karikaturen zu gewalttätigen Ausschreitungen, in deren Verlauf das italienische Generalkonsulat in Brand gesetzt wurde. Bei den Zusammenstößen mit der Polizei kamen einige Menschen ums Leben.

 

Wirtschaft

Die Wirtschaft ist vor allem auf das Verarbeiten von landwirtschaftlichen Produkten aus dem Umland und den Fischfang ausgerichtet.

Banghazi ist ein Zentrum des Ölgeschäftes im Nordosten Libyens

 

Quelle wikipedia